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Im Exil lebende Iranerinnen hat diese Petition an Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini gestartet.

Mittwoch 16. Mai 2018

Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch] [English] [فارسى]


Sehr geehrte Frau Mogherini,

Seit zwei Monaten nimmt die Protestbewegung der Frauen für die Abschaffung des Hijab, die sogenannten "Mädchen der Revolutionsstraße" eine neue Dimension an.

Seit vierzig Jahren hat das islamische Regime im Iran die Frauen mit Hilfe der Zwangsverschleierung unterdrückt. Die Selbstbestimmung von Frauen wurde ihnen mit Gewalt genommen und das Tragen des Hijab als Symbol der religiösen Macht über Frauen erzwungen.

Seit langem versucht das islamische Regime im Iran, die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit zu gewinnen, um das Tragen des Schleiers als Tradition zu deklarieren. Obwohl jährlich etwa dreieinhalb Millionen Frauen durch die Sonderpolizei verhaftet oder sanktioniert werden, wird nicht über Zwangsverschleierung gesprochen. Um die eigene Kultur und Tradition zu leben, ist kein Zwang und keine Sonderpolizei für das Volk erforderlich.

Trotz unseres Protests bezeichnen viele Politikerinnen, die in den Iran reisen, das Tragen des Kopftuchs als Zeichen des kulturellen Respekts. Wen respektieren sie? Die Frauen, die Widerstand leisten, oder das Regime, das diese Frauen unterdrückt?

Seit zwei Monaten nimmt die Protestbewegung der Frauen für die Abschaffung des Schleier-Zwangs, die sogenannten "Mädchen der Revolutionsstraße" eine neue Dimension an. Die friedlichen Aktionen der Frauen gegen die Zwangsverschleierung breiten sich im ganzen Land aus. Bis jetzt sind mehr als dreißig Frauen und zwei junge Männer für diese Aktion gewaltsam verhaftet worden.

Diese Frauen äußern nur ihren einfachen Wunsch, dass sie den Hijab nicht tragen wollen. Sie steigen auf Stromkästen am Straßenrand, hängen ihr Kopftuch an Holzstangen und winken still. Viele Videos zeigen, wie die Polizei diese Frauen gewaltsam herunterstürzt, verprügelt und verhaftet.

Laut Frau Nasrin Sotoudeh, Anwältin und Menschenrechtsaktivistin, die wegen ihrer Arbeit auch im Gefängnis war, werden die Teilnehmerinnen solcher Aktionen zu Gefängnisstrafen zwischen einem und zehn Jahren verurteilt. Diese Frauen riskieren ihr Leben für Selbstbestimmung und Menschenwürde.

Aus diesem Grund haben wir, im Exil lebende Iranerinnen, eine Kampagne zur Unterstützung gestartet. Wir rufen alle freiheitsliebenden Menschen am internationalen Frauentag auf, diese zu unterstützen und die sofortige Freilassung der Frauen und die Abschaffung der Zwangsverschleierung und Sonderpolizei zu fordern.

Hochachtungsvoll Im Exil lebende Iranerinnen

Simin Nasiri, Golroch Jahangiri, Shahin Nawai, Mihan Rusta, Parwin Ebrahimzadeh, Aghdas Shabani, Monireh Baradaran, Monireh Kazemi, Mahshid Pegahi, Fateme Tadjdini, Hellen Nahid-Nosrat

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